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Die Story: Das Kind ist weg Mangelhafte Gutachten, fragwürdige Urteile | MDR FERNSEHENTIPP

http://programm.ard.de/?sendung=2822913081790099&first=1

Gleich um 20:45 Uhr im TV:

15.10.2014
20:45 Uhr
Exakt – Die Story: Das Kind ist weg  Mangelhafte Gutachten, fragwürdige Urteile | MDR FERNSEHEN
TIPP

Über das Sorgerecht für ein Kind entscheidet das Familiengericht meist auf der Grundlage familienpsychologischer Gutachten von Sachverständigen. Die Richter folgen fast immer deren Empfehlungen und genau hier liegt das Problem: In etwa jedes zweite Gutachten sei fehlerhaft, kritisieren Wissenschaftler der Fernuniversität Hagen in einer aktuellen Studie. Was taugen familienpsychologische Gutachten tatsächlich? Wer wacht darüber, ob sie geltende wissenschaftliche Standards einhalten? Warum sind so viele Gutachten mangelhaft? „Exakt – Die Story“ sucht mit Eltern, Kindern und Experten Antworten auf diese Fragen.

„Das war das Schlimmste, was ich je erlebt habe“, sagt Anna heute. An jenem Montag im Oktober vergangenen Jahres holen Vertreter des Jugendamtes das völlig ahnungslose Mädchen aus dem Unterricht. Vor den Augen von Klassenkameraden und Lehrern. Das Kind wird in eine fremde Stadt ins Heim gebracht. Ganze acht Monate, getrennt von Familie und Freunden.

Über das Sorgerecht für ein Kind entscheidet das Familiengericht meist auf der Grundlage familienpsychologischer Gutachten von Sachverständigen. Die Richter folgen fast immer deren Empfehlungen und genau hier liegt das Problem: In etwa jedes zweite Gutachten sei fehlerhaft, kritisieren Wissenschaftler der Fernuniversität Hagen in einer aktuellen Studie. Die oft mangelhafte Qualität der Expertisen hängt mit einem weiteren Problem zusammen. Viele, die ein Sorgerechtsgutachten erstellen, sind unzureichend ausgebildet, die Tests häufig veraltet. Und: Gutachter ist kein geschützter Beruf. Theoretisch kann jeder zum Sachverständigen vor Familiengerichten ernannt werden. Die Zeche zahlen die Kinder, die völlig unnötig aus ihrem Umfeld gerissen werden und Monate oder Jahre lang in Pflegefamilien oder Heimen leben müssen.

Was taugen familienpsychologische Gutachten tatsächlich? Wer wacht darüber, ob sie geltende wissenschaftliche Standards einhalten? „Exakt – Die Story“ zeigt den Alltag und das emotionale Chaos der betroffenen Kinder und wie sie versuchen damit fertig zu werden. Warum sind so viele Gutachten mangelhaft? Und welche Möglichkeiten gibt es, die jetzige Situation zu verändern? Es werden dazu Antworten auf diese Fragen mit Eltern, Kindern und Experten gesucht.

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„Die haben mir mein Kind weggenommen“

http://www.sueddeutsche.de/leben/jugendamt-und-kindesentzug-die-haben-mir-mein-kind-weggenommen-1.1018249

1. November 2010 15:18

Jugendamt und Kindesentzug„Die haben mir mein Kind weggenommen“

Falsche Vorsicht: Weil eine Gutachterin sie für krank und gefährlich hielt, musste der Sohn von Bettina S. ins Heim. Eine tragische Geschichte. Und eine, die erst nach dem Tod von Kevin möglich wurde.

Der Tag, an dem Marcel verschwand, war ein Donnerstag im März, statt der Schultasche lag mittags ein Brief im Flur. In dem Moment, als Bettina S. den Umschlag öffnete, wurde die Stille im Haus ohrenbetäubend, sie hatte nur noch einen entsetzten Gedanken im Kopf: „Die haben mir mein Kind genommen.“

Sieben Monate später sitzt Bettina S., 35, in ihrer Küche in der Nähe der bayerischen Stadt Nördlingen, die Anstrengung der vergangenen Wochen hat dunkle Ringen unter ihre Augen gemalt. Trotzdem wirkt sie gelöst, blickt immer wieder hinüber zu Marcel, der mit dem Appetit eines Achtjährigen Quarktorte in sich hineinstopft. Drei Tage ist es her, dass er aus dem Heim entlassen wurde. Drei Tage, dass ein Fall endete, über den Bettina S.‘ Anwalt sagt, er habe ihn „selbst nach 20 Jahren familienrechtlicher Praxis für unmöglich gehalten“. Marcels Therapeut sagt, er hätte sich „nicht träumen lassen, dass ein Amt das Kindeswohl so missachtet“, und selbst der örtliche Landrat Stefan Rößle räumt ein, einiges an der Geschichte sei „überraschend“. Aber man sei eben vorsichtig geworden.

Weiterlesen hier –>> http://www.sueddeutsche.de/leben/jugendamt-und-kindesentzug-die-haben-mir-mein-kind-weggenommen-1.1018249

Im Prinzip ist dies (aus unserer Sicht) das, was auch Andrea Kuwalewsky und ihren vier Kindern passierte.

Die Kinder verweigerten den Vater zu sehen, u.a. nach Gewalt gegen die Mutter (hierzu ist noch ein Strafverfahren gegen den KV anhängig). Das wurde der Mutter negativ angekreidet.

Eine Gutachterin erklärte BEIDE Eltern für erziehungsunfähig. Der Mutter wurde eine psychische Störung i.S. eines möglichen Borderline-S. angedichtet – nicht von einem Arzt sondern von einer Dipl.Psych. …

– und schwupps – waren die vier Kinder weg, direkt aus der Schule weggenommen.

Ausgang der Verhandlung vom 07.10.14

Zum Ausgang der gestrigen Verhandlung erschien im Pfalz-Express heute ein Artikel:

http://www.pfalz-express.de/fall-kuwalewsky-kinder-durfen-vorerst-bei-der-mutter-bleiben-weitere-verhandlung-anberaumt/

(…)

Am Ende der Verhandlung, die eineinhalb Stunden gedauert hat, war jedenfalls klar: Der Termin beim Amtsgericht ist noch nicht das Ende der Fahnenstange im Fall Maximilian Kuwalewsky (13), seiner Mutter Andrea und den Geschwistern Benjamin (10), Johanna (9) und Tillmann (6). Das Ziel der Mutter, das alleinige Sorgerecht für die Kinder zu bekommen, wurde nicht erreicht.

Es wird noch ein sogenanntes Hauptsacheverfahren geben, deren Termin noch nicht anberaumt wurde. Immer noch kann es in der nächsten Verhandlung dazu kommen, dass die Kinder der Mutter weggenommen werden könnten.

Andrea Kuwalewsky konnte sich trotz aller Sorgen heute freuen: Sie bekommt zusammen mit ihrem geschiedenen Ehemann das gemeinsame Sorgerecht, wie es schon vor dem 4. November 2013 ausgesprochen worden war.

Die Kinder dürfen bei ihr in Lambrecht bleiben, der Vater kann weiter Umgang mit den Kindern pflegen, sofern diese das wollen.(…)

Weiter im link lesen, bitte.

Neuer Familiengerichtstermin, 07.10.14

Am 07.10.14, 15:30 Uhr, am Amtsgericht Neustadt/W. wird der nächste familiengerichtliche Termin in Sachen K. stattfinden.

Das ist ein nicht-öffentlicher Termin. Dennoch wünschen wir uns für Kinder und Mama zahlreiche solidarische Begleiter.