kindesentzug2013kuwalewsky

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Strafanzeigen und Strafanträge…

… gibt es nach unserer Kenntnis inzwischen nicht nur gegen die von den geschädigten Kindern benannten Heimerzieher des Heimes in Silz sondern auch gegen die beteiligten fallbearbeitenden JugendamtsmitarbeiterInnen.

Es bleibt aus hiesiger Sicht unklar, weshalb die beanzeigten Mitarbeiter des Jugendamtes weiterhin den Fall Kuwalewsky bearbeiten und mitentscheiden dürfen (so stellt es sich jedenfalls von außen dar.)

Mindestens Maximilian hat in der Heimunterbringung körperliche Schäden erlitten. Sein hochentzündeter Fuß ist über Monate weder ärztlich noch podologisch versorgt worden, obgleich die Erzieher den Zustand bemerkt haben müssten.

Die Schäden an den Zehen werden von Dauer sein.

Wer weiß? Wäre Max nicht am 13.06.14 aus dem Heim geflohen, wären seine Zehen womöglich immer noch nicht behandelt ???

Um ein Bsp. zu nennen -> man google nach ‚Anna Bad Honnef Jugendamt Badewanne‘:

http://www.welt.de/regionales/koeln/article120376707/Warum-half-das-Jugendamt-der-kleinen-Anna-nicht.html

Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten fahrlässige Körperverletzung durch Unterlassung sowie Urkundenunterdrückung vor. Sie soll nach dem Tod des Kindes Teile der Akten vernichtet und durch dann angefertigte Kurzfassungen ersetzt haben.

 

http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/themen/fall-anna/Fall-Anna-Im-Jugendamt-Unterlagen-vernichtet-article278833.html

 

Dramatische Wende in der Beurteilung der Rolle des Königswinterer Jugendamtes im Fall Anna? Demnach weiß Bürgermeister Peter Wirtz offenbar schon lange, dass im Fall Anna in seiner Verwaltung nicht alles mit rechten Dingen zuging – zumindest nach dem gewaltsamen Tod des Pflegekindes. Aus einem Schreiben der für Anna zuständigen Mitarbeiterin des Jugendamtes an Wirtz und Rechtsrat Holger Jung geht hervor, dass nach Bekanntwerden der staatsanwaltlichen Ermittlungen im Amt Unterlagen vernichtet wurden. Schriftlich erklärt die Mitarbeiterin, ihr Chef, Jugendamtsleiter Klaus Plate, habe ihr die Verfahrensakte Anna mit dem Auftrag gegeben, diese durchzugehen. „Die Formulierung ‚Durchgehen‘ bedeutet jugendamtsintern und damit auch für mich den Arbeitsauftrag, die Vermerke so zu formulieren, dass so wenig wie möglich persönliche Aussagen und Situationsdarstellungen der Beteiligten darin enthalten sind“, schreibt sie.

Weiterhin erklärt die Frau, gegen die die Staatsanwaltschaft ermittelt: „Aus diesem Verständnis heraus habe ich der Verfahrensakte dann am Samstag folgende lange Vermerke entnommen und durch zusammenfassende Vermerke ersetzt.“ In dem Schreiben listet sie dann die Vermerke auf. Und erklärt: „In dieser insgesamt sehr belastenden Situation habe ich die Äußerungen von Herrn Plate so verstanden, dass die Akte ausgedünnt werden soll.“ Wie dies geschehen sollte, habe er ihr überlassen.

Danach habe sie sich von ihrem Chef mit dem gesamten Problem alleingelassen gefühlt und habe schließlich „aufgrund des von mir gespürten Drucks in einer Kurzschlusshandlung bedauerlicherweise folgende Unterlagen vernichtet“. Sechs Vermerke habe sie vernichtet, erklärte sie, darunter monatliche Gespräche mit Anna, deren leiblicher Mutter und der Pflegemutter.

Der Brief der Mitarbeiterin an Wirtz und Jung endet: „Mir ist bewusst, dass ich mit dem Vernichten der Vermerke einen großen Fehler begangen habe, den ich mit dieser ergänzenden Aussage offenlegen und so zur Sachverhaltsaufklärung beitragen will.“ Wirtz erklärte eine Woche nach Annas Tod, das Jugendamt habe sich nichts vorzuwerfen.

Fall Anna: Im Jugendamt Unterlagen vernichtet | GA-Bonn – Lesen Sie mehr auf:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/themen/fall-anna/Fall-Anna-Im-Jugendamt-Unterlagen-vernichtet-article278833.html#plx684708902

 

Im Fall der Kinder von Andrea Kuwalewsky gibt es auch eine Fallakte beim Jugendamt.

Die vollständige Einsichtnahme darin werden Mutter und Anwälten bisher verweigert.

RA S. versuchte es und bekam eine weitestgehendst mit weißen Stellvertreter-Blättern ersetzte Fallakte im Jugendamt vorgelegt.

Was würde das Jugendamt wohl nun der Staatsanwaltschaft vorlegen?

Wären wir zuständig bei einer Staatsanwaltschaft für so einen Fall, bei dem es um Misshandlungen und körperliche Schäden infolge von Unterlassen einer ärztlichen Behandlung bei bestehender Amtsvormundschaft ginge, würde nach unserer Ansicht sofort die gesamte Fallakte beim Jugendamt zu beschlagnahmen sein.

Das zeigen aus unserer Sicht bereits Erfahrungen wie im Fall der kleinen ANNA aus Königswinter.

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4 Kommentare

  1. Hilfe_für_Kinder_in_Not sagt:

    http://www.heise.de/tp/artikel/42/42521/1.html

    David Jungbluth: Ja, mir ist dann aber schnell klar geworden, dass – vielleicht etwas überspitzt formuliert – das Justizsystem, zumindest so, wie ich es im Saarland kennengelernt habe – in seiner faktischen Struktur nicht darauf ausgelegt ist, Verfahren in einem Sinne zu betreiben, die der umfassenden Wahrheitsfindung dienen, geschweige denn, mehr oder weniger ausschließlich gerechte Entscheidungen zu fällen. Ich habe daher für mich keine andere Alternative gesehen, als aus diesem System auszuscheiden. Dies insbesondere auch deswegen, weil für mich nicht mal ansatzweise ein Hoffnungsschimmer bestanden hat, dass man „von innen“ eine Änderung herbeiführen könnte.

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  2. Hilfe_für_Kinder_in_Not sagt:

    http://www.heise.de/tp/artikel/42/42521/1.html

    Können Sie schildern, was das im Einzelnen heißt?
    David Jungbluth: Zunächst möchte ich betonen, dass alle von mir geäußerte Kritik nicht pauschal zu verstehen ist. Zum einen gibt es viele ehemalige Kolleginnen und Kollegen, die versuchen, ihre Arbeit, so gut wie es eben nur geht, gewissenhaft zu erledigen. Zum anderen dürfen meine Angaben nicht dergestalt interpretiert werden, dass in der Justiz mehr oder weniger ausschließlich falsche oder nicht sachgerechte Entscheidungen getroffen werden.

    Worauf wollen Sie hinaus?
    David Jungbluth: Es existieren meiner Ansicht nach ganz klare strukturelle Mängel, welche die eben angesprochenen Fehler evident begünstigen. Zudem besteht eine Tendenz, dass sich die Probleme weiter verschärfen werden.

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  3. Hilfe_für_Kinder_in_Not sagt:

    http://www.heise.de/tp/artikel/42/42521/1.html

    Verstehe ich Sie richtig: Es wird kein besonders großer Wert darauf gelegt, sich intensiv mit den Verfahren zu beschäftigen?
    David Jungbluth: Das habe ich gesagt. Es geht letztendlich nur darum, die Akte – im wahrsten Sinne des Wortes – so schnell wie möglich vom Tisch und das Verfahren schnellstmöglich abgeschlossen zu haben, damit am Ende des Monats die persönliche Statistik stimmt.

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  4. Hilfe_für_Kinder_in_Not sagt:

    Und wie läuft es beim Jugendamt im Fall K.?

    >>Im Fall der Kinder von Andrea Kuwalewsky gibt es auch eine Fallakte beim Jugendamt.

    Die vollständige Einsichtnahme darin werden Mutter und Anwälten bisher verweigert.

    RA S. versuchte es und bekam eine weitestgehendst mit weißen Stellvertreter-Blättern ersetzte Fallakte im Jugendamt vorgelegt.

    Was würde das Jugendamt wohl nun der Staatsanwaltschaft vorlegen?<<

    Was hat das Jugendamt im Fall K. zu verbergen, wenn es dem RA S. weiße Stellvertreter-Blätter vorlegt?

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