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Max‘ Tag am 31.07.2014

 

Tagesbericht von Max heute, 31.07.14

 

GEPLANT war der Termin beim Chirurgen zwecks Fußbehandlung und um 13:00 Uhr ein Termin mit der Ergänzungspflegerin Frau Re. zuhause bei Max. Beim Chirurgen ist immer stundenlange Wartezeit mitzubringen. Und so lief es dann:

Max war mit Mama ab 7:30 beim Chirurgen wartend.

Ca.  gegen 10:00 waren beide endlich dran. Leider hatte das Jugendamt die Kostenübernahme nicht geklärt. Zuständig dafür m.K.n.  die zust. Ergänzungspflegerin Frau Re. (Jugendamt Bad Dürkheim).

Max musste wieder aus dem Behandlungsraum. Mama rief den stellvertr. Leiter des Jugendamtes (Herr No.) an.

Nach 10 min. Rückruf Frau Re. bei Mutter. Sie sei binnen 30 min. da. Sie kam gegen 11:30, unterschrieb die Unterlagen.

Max musste weitere 45 min, warten, war dann dran gg. 12:30.

Chirurg sagte, dass eine ambulante Versorgung der Zehen nicht mehr möglich sei. Dies läge an mangelhafter Versorgung zuvor (Füße wurden im Heim monatelang nicht versorgt, gar nicht in den gesamten 9 Heimmonaten). Jetzt wäre nur noch eine operative Versorgung (Emmert-Plastik) möglich unter Vollnarkose im Krankenhaus.

Mutter rief RA Dr. Schneider an (die Feinheiten hierzu folgen morgen).

Gegen 14:00 raus aus Praxis,

Montag Termine im Krankenhaus zum Vorgespräch zusammen mit der Ergänzungspflegerin Frau Re.

Fakt ist: Mutter hat vor der Inobhutnahme Maxens Zehen regelmäßig ärztlich gut versorgen lassen. Heim hat gar nichts gemacht. Gesundheitsfürsorge lag und liegt beim Jugendamt.

Jetzt sind wegen der nicht erfolgten Versorgung die Zehen derart schlimm, dass ein operativer umfangreicher Eingriff nötig ist. Das ist aus meiner Sicht eine durch das Jugendamt verursachte KWG und weitere mutmaßliche Straftatbestände, die der RA der Mutter noch näher bezeichnen wird.

Der Tag endete für Max mit einem leckeren Abendessen.

Speziell für das Jugendamt Bad Dürkheim und auch die neue Familienhelferin (Clearing) Frau Dr. phil. B. K. werden wir hilfreich mit einem kleinen Kochbuch zur Seite stehen. Max wird hier gerne täglich per Foto zeigen, was es zuhause Leckeres gibt.

essen1

 

Ergänzende Ausführungen:

Medienbericht vom 17.07.14 http://www.mrn-news.de/2014/07/17/landau-neustadt-verschwundener-max-von-polizei-aufgegrifffen-sofort-in-psychiatrie-verbracht-147660/

Zitat:

Der Karlsruher Rechtsanwalt, David Schneider-Addae-Mensah, kritisiert, daß Max nach seinem Auffinden im Pfalzklinikum zwangspsychiatrisiert wird. Er schrieb heute an den Leiter des Jugendamts Bad Dürkheim:

„Maximilian ist nicht irr und gehört nicht in ein Irrenhaus! Eine medizinische Untersuchung von Maximilian ist in einem normalen Krankenhaus oder bei einem niedergelassenen Arzt im Beisein der Mutter ohne Einschränkungen möglich. Hinweise auf psychische Störungen des Kindes liegen in keinster Weise vor; eine Zwangspsychiatrisierung von Maximilian ist ehrverletzend, unwürdig in jeder Hinsicht intolerabel.“

Der Rechtsanwalt wollte, dass Max‘ Füße in einem Krankenhaus angeschaut werden von einem Facharzt für Chirurgie. Auch deshalb stellte er den Antrag auf Überweisung in ein normales Krankenhaus. Stattdessen musste Max bis zum 29.07.14 auf der geschlossenen Abt. des psych. Krankenhauses verbleiben und seine Füße wurden nicht fachgerecht von einem Facharzt für Chirurgie versorgt, sondern der Kinderpsychiater warf einen Blick drauf und ließ antiseptisch baden.

Das Kind war damit volle 12 Tage nicht fachgerecht ärztlich versorgt, was die schweren Fußverletzungen anging, die er sich durch die Nichtversorgung im Heim zugezogen hatte.

Kurz vor seiner Flucht noch im Heim befindlich war Max genötigt worden, an einer mehrstündigen Wanderung (mit der Gruppe des Heims) teilzunehmen. Da waren die Zehen schon sehr schlimm nach seinen Angaben.

Seit November 2013 war Max in Obhut des Jugendamtes. Jeden Monat erhält das Heim ein sachbezogenes Kleidergeld um ca. 43,00 € pro Kind vom Jugendamt. Dafür soll Kleidung und Schuhe gekauft werden. Eltern zahlen einen einkommensabhängigen Kostenbeitrag mindestens in der Höhe des Kindergeldes, was dann voll an das Jugendamt übergeleitet wird.

Das Heim hat in 9 Monaten keine passenden Wanderschuhe und keine Regenkleidung für Max angeschafft.  Beides fehlte ihm am Wandertag. Im darauffolgenden HPG-Gespräch wurden die fehlenden Schuhe (und fehlende Regenkleidung) tatsächlich (lt. Protokoll) der Mutter zum Vorwurf gemacht, die ihr Kind nur eine 1/2 Stunde/alle 14 Tage begleitet sehen darf (eben keine Kleidung und Schuhe kaufen gehen). Zugleich hat die Mutter kein Geld für Kleidung und Schuhe. Kindergeld und Kostenbeitrag erhält ja das Jugendamt, daraus das Kinderheim das Kleidergeld.

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